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Es gilt, die Tochter bei einem ihrer Fachhochschulprojekte zu unterstützen. Im Bereich "Verbesserung des Google Rankings von Webseiten" geht es darum, den Hagenberger Schneepanther besser bekannt zu machen.

Unter dem Motto: Eine kleine Miezekatze!

17.6.12 15:13, kommentieren

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Marathondebut erfolgreich absolviert!

Hatte ich für 2009 noch gekniffen (zwei Jahre, nachdem ich mit dem Laufen begonnen hatte, schon einen Marathon?), war 2010 doch das Debut dran.

Letztes Jahr hatte ich schon bemerkt, dass mir das Laufen im Herbst mehr liegt als in den Frühjahrsmonaten, also plante ich meinen ersten Marathon für Oktober 2010 ein. Ursprünglich hätte es ja der Venedig-Marathon sein sollen, aber dann kamen mir doch die Zweifel: Eine unbekannte Distanz, in völlig fremder Umgebung, mit Stress bei der Anreise, und die Strecke auch nicht ganz einfach? Nein, das wollte ich dann doch nicht herausfordern, daher entschied ich mich für den LCC Herbstmarathon in Wien - eine gute Wahl, wie sich herausstellte.

Die Vorbereitungen waren seit Juli gelaufen. Von Dr. Dallamassl hatte ich nach Durchführung einer Leistungsdiagnose einen Trainingsplan erhalten, der mir mit drei bis vier Trainings in der Woche eine Durchkommen in 4 Stunden ermöglichen sollte. Das Training konnte ich flexibel gestalten, und das war auch notwendig, um alles mit Arbeit und Musik-Hobby in Einklang zu bringen.

Die ersten langen Läufe über mehr als 25 Kilometer waren vielversprechend (bis auf einen, bei dem ich unbedingt _vorher_ ein Magnesiumgetränk testen musste!), trotzdem wusste ich nicht, wie sich mein Körper bei 42,195 km verhalten würde. Der Respekt vor der Distanz war bis zum Renntag da - daran war nicht zu rütteln.

Die letzten drei Wochen vor dem Lauf konnte ich leider nicht in dem Umfang trainieren, wie ich mir das gerne gewünscht hätte - vor allem die Arbeit war dagegen, sodass ein wenig die Zweifel kamen, ob genug Substanz da ist. Aber ich konnte wenigstens auf dreijährige Lauferfahrung aufbauen, das sollte schon passen.

Einziger Wermutstropfen am Renntag, dem 24.10.2010, war die notwendigerweise frühe Anreise - bereits um 6 Uhr früh musste ich Richtung Wien aufbrechen, um noch vor 9 Uhr meine Startunterlagen abzuholen (die allerdings nur aus der Startnummer bestand - kein Starterpackage, nicht mal ein Ticket für den kostenpflichtigen Parkplatz). Das Clublokal des LCC war einfach zu finden - im Nordteil des Happel-Stadions war die Nummernabholung, im Ostteil der Garderoben- und Duschbereich, und südlich des Stadions der Parkplatz und anschließende der Start- und Zielbereich. Also alles ganz easy.

Der Marathon wurde als Rundenlauf absolviert - eine exakt vermessene 7km-Strecke musste sechsmal gelaufen werden, und 200 Meter wurden Richtung Stadion angehängt. Geschickt war die Positionierung der (einzigen) Labe - bei 3 km beidseitig, wo auf der Praterhauptallee bereits beidseitig gelaufen wurde; man konnte also etwa alle 3,5 Kilometer Trinken und Essen aufnehmen.

Mit der Anreise war sich alles ausgegangen, es war also gemütlich über 90 Minuten Zeit bis zum Start um 10 Uhr. Das Wetter war neblig, Temperatur um die 6 Grad Celsius. Ich vertrieb mir die Zeit mit den üblichen Vorbereitungen (Startnummer befestigen, Chip anbringen, passende Kleidung auswählen) und Aufwärmen auf den Nebenbahnen der Praterhauptallee.

Punkt 10 Uhr ging's los, Nervosität war keine da, das Starterfeld war aufgelockert, es liefen alle Teilnehmer (7km, Halbmarathon und Marathon) gleichzeitig auf derselben Strecke los. Zu Beginn ließ ich mich etwas von den Halbmarathon-Teilnehmern ziehen und ging die ersten Kilometer gleich mal zu schnell an - statt geplanter 5:35 Minuten pro Kilometer lief ich unter 5:20. Ich versuchte mich immer wieder zum Reduzieren des Tempos zu zwingen, aber so recht wollte es nicht - es ging mir gut, ich fühlte mich wohl, Puls und Umgebungstemperatur passten perfekt.

Allmählich lockerte der Nebel auf, und ab und zu kam die Sonne durch - wunderschöne Herbststimmung im Wiener Prater war das Ergebnis! Der ganze Lauf entpuppte sich als sehr kurzweilig, da es immer wieder jede Menge zu sehen gab und über 4 Kilometer im Gegenverkehr geführt waren - entweder man sah die Schnellen, oder man feuerte die an, die man bereits abgehängt hatte.

Ab Kilometer 11 nahm ich immer wieder Flüssigkeit zu mir (Wasser war nicht so optimal, da wegen der Lufttemperatur extrem kalt; gezuckerter Tee war besser, weil lauwarm) und schaute auch, dass ich ständig Bananen aß. Zur Halbzeit schnappte ich mir einen Isostar Powerriegel, und ich nahm mir auch die Zeit, bei den Laben immer wieder stehen zu bleiben, um zu trinken - im Laufen schüttet man sich mit den blöden Plastikbechern nur sinnlos an, was bei dem kalten Wetter unangenehm ist.

Die Rundenzeiten waren gut - aus den geschätzten 39,5 Minuten für 7 Kilometer wurden beim ersten Durchlauf 36:41 und beim zweiten 37:01 - also durchwegs ganz flott. Läuferkollegen warnten vor dem zu schnellen Tempo zu Beginn, also lief ich immer mit erhöhter Aufmerksamkeit. Aber außer den "normalen" Reaktionen wie einem verstärkten Ziehen der Oberschenkel passierte nichts Außergewöhnliches.

Überraschenderweise lief ich dann den 29. Kilometer unter 5 Minuten (ich hatte es einfach übersehen nach dem vierten Rundendurchlauf), und ich setzte mich von einem Kollegen ab, der eigentlich 3:44:00 als Endzeit angepeilt hatte und mit dem ich längere Zeit parallel gelaufen war.

Noch ein Isostar Riegel für die fünfte Runde, der aber gar nicht mehr so dringend nötig war, etwas stärkeres Ziehen in den Oberschenkeln, aber absolut keine Probleme mit dem rechten Knie oder irgendwelchen Sehnen. Auch die Füße taten nicht weh - die Nike Air Zoom Elite+ 4 waren perfekt für den Tag!

Nach der dritten Runde hatte sich das Läuferfeld natürlich aufgelockert - die schnellen Halbmarathon-Teilnehmer waren bereits fertig, die langsamen irgendwo weiter vorne; das Laufen war also etwas einsamer. Aber auf der Praterhauptallee war immer etwas los, auch ein paar bekannte Gesichter von Läuferkollegen und Zuschauerfreunden, somit verging die Zeit rasch. Runde 3 und 4 waren mit 38:08 und 38:09 schon etwas langsamer, aber in Runde 5 war mit 37:43 die Kraft immer noch da.

Insgeheim wartete ich dann ab Kilometer 33 (die unbekannte Distanz) auf den "Mann mit dem Hammer", aber glücklicherweise kam er nicht. Kein Einbruch, kein Stellen der Sinnfrage, kein rascher Leistungsabfall - einfach nur lockeres Dahinrollen ohne Schmerzen. Ich hatte es mir nicht so einfach vorgestellt. Ich kannte die Bilder von Finishern, die die letzten Kilometer beinahe ins Ziel gehumpelt und gekrochen sind, somit überprüfte ich immer wieder meinen Laufstil, und er war so, als hätte ich gerade mal ein paar Aufwärmkilometer hinter mich gebracht. Also perfekt!

Am Ende der fünften Runde wurde ich vom Moderator über Lautsprecher bereits ausgerufen - ich entschuldigte mich, dass ich noch eine Runde zu laufen hatte und setzte meinen Weg fort. Kilometer 37 war dann etwas zäh - hinter mir niemand, vor mir niemand zu sehen, keine Zuschauer mehr, alles in der Abgeschiedenheit des Heustadelwassers. Aber zurück auf der Praterhauptallee war der Trubel und damit der Antrieb wieder da. Eine Stockente (= Nordic Walkerin) ignorierte mich und behinderte mich beinahe - Danke für die Rücksichtnahme!

Noch eine Getränkeaufnahme bei der Labe bei Kilometer 38 - mit der Angst, dass ich nach dem Stehenbleiben nicht mehr weiterlaufen könnte. Ach was - Laufen war viel angenehmer als das Herumstehen! Ich kam weiter zügig voran und holte kurz vor der letzten Wende (knapp vor dem Praterstern) zwei Marathonkollegen ein - einer davon Franz Lang, den ich vom Hallstattrundlauf kannte. Er hatte von seinen zahlreichen Marathons und Ultras einiges zu erzählen, und somit waren die letzten Kilometer sehr kurzweilig. Die letzten paar hundert Meter setzte ich mich noch von den beiden ab und lief zügig mit einem herrlichen Glücksgefühl durchs Ziel - 3:47:03 beim ersten Marathon! Lockere 13 Minuten unter der geplanten Endzeit.

Mittlerweile hatte das Wetter etwas zugezogen, es war trüber geworden, aber das tat der Freude keinen Abbruch. Ich holte mir bei der Ziellabe noch einen aufgewärmten Pfirsich-Eistee (brrr!), dann im LCC das Finisher-Shirt und ging duschen.

Alles lief völlig locker ab - ich spürte zwar meine Muskeln und hatte dann später auch erste Schwierigkeiten beim Einsteigen ins Auto und Treppensteigen, weil alles nicht so rund lief - aber im Großen und Ganzen hatte ich keine Beschwerden, und ich hatte die unglaublichen 42,195 Kilometer ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen und ohne Schaden absolviert! Viel mehr überwiegte das Glücksgefühl, es geschafft zu haben, und dieses hielt noch tagelang an (und sogar jetzt noch immer).

Als wir das Areal verließen, setzte bereits leichter Regen ein (was für ein Glück, dass alles vorher zu Ende gewesen war!), und wir gingen in Wien noch essen, bevor wir die gemütliche Heimreise nach Linz antraten.

Wie eine Läuferkollegin während des Laufes schon sagte: Der erste Marathon ist der schönste, weil man keine Zeitvorgabe hat. Trotzdem bin ich gespannt auf den nächsten - die 3:47:03 sollten locker zu unterbieten sein (bezogen auf meinen HM-Zeit sollten 3:20:00 möglich sein).

Dank natürlich an Shirley, die mich rund um den Lauf betreute und mich begleitet hatte, an den LCC für die eigentlich perfekte Organisation des Laufes, und Dr. Dallamassl für die absolut passenden Trainingsplan, der diese Leistung ermöglicht hatte.

Quasi-Siegerfoto: bei TwitPic

1.11.10 21:03, kommentieren

Das iPhone 4 ist eingetroffen!

Freitag, 10.9.2010, nach 24 Tagen Lieferzeit, ist mein iPhone 4 von orange eingelangt!

Ein tolles Gerät, mit einem fantastischen Bildschirm, flotter Performance - den Rest kennt man ja sowieso soweit schon.

Kleines Manko: Über das iBook (Mac OS X 10.4.11) ließ sich das Telefon nicht aktivieren, weil mindestens Mac OS X 10.5.8 benötigt wird - das stand leider auch nirgends.

Jetzt, über den iMac ist es jedoch freigeschalten, und die ersten Daten (Kontakte, Kalender, Apps, Musik, Podcasts, Videos) sind bereits am Gerät - dem GUphone!

1 Kommentar 11.9.10 08:33, kommentieren

Elende Spammer!

Den Blog habe ich schon länger nicht mehr in Betrieb, aber um Spammer muss man sich scheinbar doch kümmern. Da gab's zumindest in den letzten Tagen einige unnötige Attacken in Form von Kommentareinträgen.

Anyway - die alten Blogeinträge nachzulesen ist schon ganz interessant. Schade, dass es kein iPhone-Frontend für myblog.de gibt - das würde das Bloggen um einiges einfacher machen.

1 Kommentar 14.8.10 16:46, kommentieren

Mehr zum Thema

Habe schon überlegt, diesen Blog bei MyBlog.de für meine gesammelten Laufaktivitäten zu verwenden. Da kann ich etwas ausführlicher schreiben als auf Twitter.

1 Kommentar 8.4.10 22:53, kommentieren